Kathodische Tauchlackierung (KTL)

Das Beschichtungsverfahren der kathodischen Tauchlackierung erzielt einen qualitativ unübertroffenen und dabei kostengünstigen, lang anhaltenden Korrosionsschutz bei bestem Kantenschutz.

Die KTL ist äußerst umweltfreundlich und eignet sich hervorragend für die Beschichtung von nahezu allen Metallen: Aluminium, Gusseisen, sowie Stahl und verzinktem Stahl.

Die KTL bietet mit seinen exzellenten Lackeigenschaften die ideale Grundbeschichtung für eine anschließende Oberflächenveredlung durch eine Pulverbeschichtung oder auch Nasslackierung.

Wir beschichten auf Epoxidharz-Basis, frei von toxischen Schwermetallen.

Unser Beschichtungsverfahren erfüllt die Anforderungen der Automobilindustrie und ist durch diverse OEMs freigegeben.

Übersichtsdaten unserer KTL-Anlage

Reisinger KTL

Vorteile der KTL-Beschichtung

Reisinger KTL-BeschichtungHochwertiger Korrosionsschutz und Kantenschutz

Kostengünstiges Verfahren zur Oberflächenbeschichtung

Gleichmäßige Schichtdickenverteilung ab 15 µm

Hohe Passgenauigkeit der Werkstücke

Guter Umgriff für komplizierte Teilegeometrie,

Ermöglicht die Beschichtung von schwer zugänglichen Teilen und Hohlräumen

Hohe Beständigkeit gegen Kraftstoffe, Öle, Bremsflüssigkeiten, Säuren und Laugen

Temperaturbeständig bis ca. 150 Grad Celsius Dauerbelastung

Sehr gute Haftung für weitere Oberflächenbeschichtung: Pulverbeschichtung, Nasslackierung

Umweltfreundliche Verfahrenstechnik: chromfreie Vorbehandlung, blei- und cadmiumfreie Beschichtung

Anwendungsbereiche der KTL-Beschichtung

Die kathodische Tauchlackierung ist ein bewährtes Beschichtungsverfahren in allen Industriezweigen:

  • Automobilindustrie
  • Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge
  • Maschinenbau
  • Medizintechnik
  • Umwelttechnik
  • Luftfahrttechnik

KTL-Beschichtungsverfahren

Reisinger KTL-BeschichtungsverfahrenBei der kathodischen Tauchlackierung handelt es sich um ein elektrochemisches Beschichtungsverfahren. Das zu beschichtende Werkstück wird negativ geladen um dadurch positiv geladene Lackteilchen als gleichmäßigen Film auf der Oberfläche anzuziehen. Die wassergelösten Epoxidharze werden mittels Gleichspannung aufgebracht.

Aufgrund der Verwendung von umgekehrten Polaritäten reduziert sich bei diesem Vorgang die Menge an Eisenionen, die in den Lackfilm wandern, erheblich. Außerdem haften die Lackpartikel außerordentlich stark am Metallsubstrat und können auch in kleinste Verwinkelungen vordringen.

Die Vorbehandlung besteht aus einer alkalischen Entfettung im Tauchverfahren und einer Zinkphosphatierung.

Die Schichtdicke richtet sich nach Kundenwunsch.

Nach dem Lackauftrag im eigentlichen KTL-Becken, werden die Teile in drei separaten Ultrafiltrat-Spülen nachgespült.

Im letzten Schritt wird der Lack bei einer Umlufttemperatur von 180-200º Celsius zu einer feinen, homogenen, geschlossenen organischen Schicht eingebrannt.